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Stillen für Babys und Kleinkinder


Stillberatung
Die meisten Mütter wollen heute stillen. Viele geben es nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder auf.
Doch das muss nicht sein!
Holen Sie sich bei Stillproblemen Hilfe!
Ich berate Sie gerne!

Meine Stillberatung ist ehrenamtlich und kostenfrei!
 
Stillberatung auch bei facebook!

 
 
Stillen nach dem 6. Lebensmonat
Die WHO empfiehlt, ein Baby auch nach dem 6. Lebensmonat neben der Beikost 2 Jahre und darüber hinaus zu stillen. Viele Eltern praktizieren das, doch nur wenige haben den Mut, sich nach außen als "Langzeitstillmama" zu outen. Was sind die Vorteile vom Stillen nach dem 6. Lebensmonat? Und mit welchen Argumenten können wir Kritikern begegnen?
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Stillgruppe
Die wenigsten Frauen hatten vor der Geburt des eigenen Kindes Gelegenheit das Stillen in der Familie zu "erlernen". Es ist deshalb hilfreich sich bereits in der Schwangerschaft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Stillgruppe bietet hier eine große Hilfe. Was sie selbst gesehen haben, kann Ihnen weder ein Buch noch irgendein Informationsmaterial wiedergeben. Auch wenn das Baby schon geboren ist, tauchen oft noch Fragen und Probleme auf. Die Stillgruppe bietet Ihnen die Möglichkeit zu Austausch, Kennen lernen und Kontakt zu anderen stillenden Frauen.
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Ein Kleinkind stillen – immer noch ein Tabu!

Ein Kleinkind zu stillen, das schon laufen kann, ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Dabei empfehlen weder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Nationale Stillkommission oder dieWeltgesundheitsorganisation (WHO) ein Alter, mit dem ein Kind nicht mehr gestillt werden sollte. Sie empfehlen nur die Mindestlänge des Stillens: vier bis sechs Monate nach der Geburt. Mütter, die ihr Kind über das erste Jahr hinaus stillen, müssen sich trotzdem Kommentare anhören und stehen einem großen Maß an Unverständnis und Vorurteilen gegenüber.

Stillendes Kleinkind in der Öffentlichkeit - ein seltener Anblick
Was bei den Naturvölkern gang und gäbe ist, das wird in unserem Land leider immer noch als seltsam beäugt. Während ein kleines Baby an der Brust seiner Mutter fast immer eine positive Reaktion der Mitmenschen auslöst, empören sich viele unserer Zeitgenossen über ein nuckelndes Kleinkind. Die Gründe dafür sind sicher darin zu suchen, dass größere Babys oder gar stillende Kleinkinder ein nicht so häufiger Anblick sind und daher als außergewöhnlich betrachtet werden. Des Weiteren glauben selbst viele Mütter immer noch, dass ihre Milch nach dem 6. Lebensmonat des Babys an Wert verliert und daher keine Vorteile mehr für das Kind bietet. Das ist nicht richtig - im Gegenteil!!!

Ein Vorurtiel das sich bei uns hartnäckig hält ist die Meinung, dass Mütter, die ein jahr und länger stillen, ihren Nachwuchs verwöhnen. Gott sei Dank ist mittlerweile bekannt: verwöhnen kann man ein kind nur mit materiellen Dingen und niemals mit Liebe und Geborgenheit!

Langzeitstillen oder nicht?

Der Begriff “Langzeitstillen” ist unpassend, weil er ausdrückt, dass die normale Stillzeit natürlicherweise kürzer ist. Zur Info:  Mit Langzeitstillen ist dabei ein Stillen gemeint, das zusätzlich zur Beikosteinführung weitergeführt wird, nicht das ausschließliche Stillen.
Dabei ist eine längere Stillzeit in vielen Ländern noch immer üblich und auch hier in Deutschland wurde noch vor 100 Jahren wesentlich länger gestillt als heute. Weil längeres Stillen in den westlichen Industrieländern nicht mehr verbreitet ist, wird es bei uns als unnormal und unnatürlich betrachtet.

Wobei hier in drei Stillzeitphasen unterteilt werden kann.

    Kurze Stillzeit bis zum 1. Geburtstag

    Mittlere Stillzeit vom 1. Geburtstag bis zum 3. Geburtstag

    Lange Stillzeit bis über den 3. Geburtstag hinaus.

Was spricht für eine längere Stillzeit???

Vorteile fürs Kind:

Kinder im 2. Lebensjahr decken ihren Engergiebedarf zu 31 % durch Muttermilch.

  • Stillkinder im Alter von 13 - 18 Monaten erhalten bei gleicher Nahrungsmenge 25 % mehr Energie als nicht gestillte.
  • Ältere gestillte Kidner erhalten dadurch 17 % mehr Energie.
  • Weiter decken Kinder im 2. Lebensjahr aus der Muttermilch ihren Eiweißbedarf zu 38 %, außerdem ihren Vitamin- und Mineralienbedarf anteilig folgendermaßen: Vitamin A zu 100 %, Vitamin C zu 95 %, Niacin zu 41 %, Riboflavin zu 21 %, Folsäure zu 26 %, Kalium zu 44 %, Eisen zu 50 %.
  • Die Vitamin C Konzentration der Muttermilch für ein Kind gegen Ende des 1. Lebensjahres ist 3,3 mal höher als im Blutplasma seiner Mutter. Selbst wenn die Mutter erniedrigte  Vitamin C Werte hat, wird es in der Milch 6 - 12fach angereichert. Stillkinder erhalten so höhere Konzentrationen an Vitamin C als Kinder, die mit Vitamin C angereicherter künstlicher Babynahrung, Gemüse und Früchten ernährt werden.

Muttermilch schützt das gestillte Kind weiterhin vor Kranheitserregern. Die Muttermilch ernthält im zweiten Jahr des Stillens ein höheres Maß an bestimmten Antikörpern, so erreicht sie teilweise ähnlich hohe Konzentration der Abwehrstoffe wie das Kolostrum unmittelbar nach der Geburt.

Das Lysozym zum Beispiel, ein Enzym das die Zellwand der Bakterien zerstört, ist in der Milch der Mutter eines 18 Monate alten Kleinkindes in größerer Menge zu finden als in der Milch der Mutter eines Sechsmonatigen. Die Mutter produziert auch weiterhin Antikörper gegen Kranheitserreger, mit denen sie konfrontiert wird, und schützt dadurch ihr Kind indirekt über die Milch, solange sie stillt. Kinder, die jahrelang gestillt werden, sind bedeutend seltener krank und die Mütter berichten meist, dass ihre Kinder noch nie eine Antibiotikabehandlung brauchten.

Noch ein Vortiel des langen Stillens: bei aktuen Erkrankungen, wie z. B. Brechdurchfall, verweigern Kleinkinder meist jegliche Nahrung außer Muttermilch, nehmen dadurch dann deutlich weniger an Gewicht ab und müsen kaum einmal wegen Austrocknung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Vorteile für die Mutter

Auch für die Gesundheit der Mutter bietet das längere Stillen deutliche Vorteile. So macht der Berufsverband der Frauenärzte auf Untersuchungen aufmerksam, laut derer sich das Brustkrebsrisiko bei einer Gesamtstillzeit von 7 - 12 Monaten auf 14%, bei 13-24 Monaten soger um 42% verringert. Schon ein Monat stillen senkt das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte. Frauen, die über ein Jahr lang stillen, haben ein um etwa zehn Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall als jene Frauen, die ihr Kind ausschließlich mit Fertignahrung füttern.
Beim Stillen werden außerdem die Hormone Oxytocin und Prolaktin freigesetzt, welche die Mutter geduldiger und gelassener machen. Das kann auch bei einem Kleinkind nicht schaden! Auch die ersten Zähne sind kein Grund abzustillen. Anatomisch ist es unmöglich, dass Kinder gleichzeitig saugen und beißen. Natürlich kann es trotzdem vorkommen, dass die Kleinen mal ein wenig zubeißen. Nach einem lauten Aufschrei der Mutter haben die meisten aber verstanden, dass das hier fehl am Platz ist.

Wann ist eigntlich "das nätürliche Abstillalter?

Ja, was ist denn das natürliche Abstillalter? Viele werden sagen, dass man im Alter von etwa 6 Monaten "zu füttern" muss, da die Muttermilch dann nicht mehr ausreicht. Dies ist  meistens der Zeitpunkt bei dem in unserer heutigen Zeit und Kultur das Abstillen beginnt. Zumindest wenn man den großen BAbynahrungskonzernen glauben schenken darf. Dass dem nicht so ist erfährt man, wenn man hinter die Kulissen blickt.

Um das natürliche Abstillalter eines Kindes zu erfahren, muss man mehrere Faktoren berücksichtigen. Zum einen wäre da die Dauer der Schwangerschaft, das Geburtsgewicht, der Kopfumfang des Kindes. Wann kommen die ersten bleibenden Zähne, wie schnell wächst ein Menschenbaby, wie lange dauert die Kindheit und in welchem Alter haben sie selbst eigene Kinder.

Primaten die ein Jahr gestillt werden, bekommen ihre eigenen Kinder im Alter von etwa 4 Jahren. Die meisten Primaten stillen von der Geburt bis zum Verlust ihrer Milchzähne.

Der Sauginstikt (wie man ihn zum Beispiel beim Daumenlutschen sehen kann) endet mit etwa 6 – 7 Jahren, das Immunsystem wird mit 6 – 7 Jahren reif, das gleiche Alter in dem die Kinder unabhängiger werden.

Wenn man all diese Faktoren berücksichtigt, kommen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass das natürliche Abstillalter zwischen 2 und 7 Jahren liegt!

Nach diesem Motto wünschen wir Euch eine schöne und laaannnggeee Stillzeit.

Kerstin Kleemann, ausgebildete Stillberaterin und Kursleiterin für Kinder- und Babyschwimmen, Buchautorin

Wagner Yvonne, ehem. Stillgruppenleitung, ausgebildete Tagesmutter und Kinesiologin in eigenem Institut

Wir sind auf Facebook zu finden. Unsere Gruppe „Stillen für Babys und Kleinkinder“ findet Ihr unter folgendem Link

www.facebook.com/langes.stillen          

Wir freuen uns auf Euch!

Hier ist der Text als pdf zum Download
  
  
Kerstin Kleemann, Lindenstr. 17, 91723 Dittenheim, Tel (0 98 34) 97 48 27, E-mail: kleemann@beratung-erleben.de